Düsseldorf – eine Stadt, die für Mode, Kunst und rheinische Lebensfreude steht. Ich war bereits mehrfach hier, doch bei meinem letzten Aufenthalt wollte ich die Stadt ganz bewusst anders erleben: stressfrei, effizient und möglichst nachhaltig. Deshalb habe ich besonders darauf geachtet, wie gut man in Düsseldorf ankommt und wie einfach man sich innerhalb der Stadt fortbewegen kann – ob mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß oder mit alternativen Mobilitätsangeboten. In diesem Beitrag teile ich meine persönlichen Erfahrungen zur Anreise, zu den Verkehrsverbindungen und zum ÖPNV in Düsseldorf.
Ankunft in Düsseldorf – Der erste Eindruck zählt
Ich kam dieses Mal mit dem Zug in Düsseldorf an – ein entspannter und unkomplizierter Start in meine Städtereise. Schon während der Fahrt mit dem ICE von Frankfurt aus hatte ich das Gefühl, dass mich eine gut organisierte Stadt erwartet. Der Düsseldorfer Hauptbahnhof zählt zu den wichtigsten Bahnknotenpunkten im Westen Deutschlands. Egal ob man aus Köln, Hamburg, Berlin oder sogar aus dem benachbarten Ausland wie Amsterdam oder Brüssel kommt – die Verbindungen sind hervorragend. Die ICE- und IC-Züge fahren regelmäßig, und auch der Regionalverkehr ist eng getaktet.
Als ich aus dem Zug stieg, fiel mir sofort auf, wie übersichtlich der Bahnhof gestaltet ist. Zwar merkt man dem Gebäude an, dass es schon einige Jahre auf dem Buckel hat, aber es ist dennoch funktional, sauber und vor allem gut organisiert. Die zahlreichen Hinweisschilder zu den U-Bahnen, Straßenbahnen, Buslinien, Taxis und Mietstationen sind klar strukturiert und helfen auch Ortsfremden, sich problemlos zurechtzufinden. Besonders hilfreich finde ich die großen Info-Tafeln und die digitalen Abfahrtanzeigen, die auch auf Englisch verfügbar sind – ein echter Pluspunkt für internationale Gäste.
Was mich persönlich besonders positiv überrascht hat: die Barrierefreiheit des gesamten Bahnhofs. Es gibt ausreichend Aufzüge, rollstuhlgerechte Wege und Rampen, sodass auch Reisende mit Kinderwagen, Rollstuhl oder schwerem Gepäck bequem durch den Bahnhof gelangen. Für mich, der gerne mit leichtem Gepäck reist, war das zwar kein Muss, aber es zeigt, wie inklusiv und modern die Infrastruktur gedacht ist.
Für alle, die per Flugzeug anreisen, ist Düsseldorf ebenfalls hervorragend aufgestellt. Der Flughafen Düsseldorf (DUS) liegt nur etwa zehn Kilometer vom Stadtzentrum entfernt und zählt zu den größten Flughäfen Deutschlands. Ich selbst bin bei einem früheren Besuch einmal geflogen und war überrascht, wie schnell und unkompliziert die Weiterreise ins Zentrum war. Mit der S-Bahn-Linie S11 oder dem SkyTrain zur Fernbahnhaltestelle „Düsseldorf Flughafen“ gelangt man in etwa 20 Minuten mitten in die Innenstadt – ich stand damals schneller als gedacht auf der Königsallee, bereit für einen Kaffee und meinen ersten Stadtbummel. Für eine Großstadt ist das wirklich bemerkenswert.

Düsseldorf macht es einem leicht, anzukommen – egal mit welchem Verkehrsmittel. Ein gelungener erster Eindruck, der Lust auf mehr macht.
Öffentlicher Nahverkehr – Effizient und zuverlässig
Ich bin ein großer Fan des ÖPNV, besonders wenn er so gut organisiert ist wie in Düsseldorf. Die Rheinbahn betreibt das öffentliche Verkehrsnetz, das U-Bahnen, Straßenbahnen und Buslinien umfasst.
U-Bahn und Straßenbahn: Schnell durch die City
Was mir besonders gefällt: Viele der U-Bahn-Linien fahren oberirdisch wie Straßenbahnen und tauchen nur im Zentrum in den Untergrund ab. Die Linien U70 bis U79 durchziehen die Stadt in Nord-Süd- und Ost-West-Richtung. Ich nutzte häufig die U-Bahn, um zügig vom MedienHafen zur Altstadt oder zum Hauptbahnhof zu kommen. Die Intervalle sind kurz – meist alle 10 Minuten, in Stoßzeiten sogar noch häufiger.
Die Haltestellen sind modern, gut beleuchtet und mit Echtzeitanzeigen ausgestattet. Es gibt Fahrstühle und Rolltreppen an den großen Stationen, was auch für Reisende mit Koffern oder eingeschränkter Mobilität ideal ist.
Busse – Ergänzung mit Charme
Obwohl ich hauptsächlich U-Bahn und Straßenbahn nutzte, sind auch die Buslinien zuverlässig und sauber. Besonders wenn man in die äußeren Stadtteile oder am Abend unterwegs ist, sind Busse eine gute Wahl. Ich war abends in Bilk bei Freunden und kam problemlos mit dem Nachtbus zurück zum Hotel – ein großes Plus!
Ticketkauf – Einfacher als gedacht
Was mir sehr geholfen hat: die Rheinbahn-App. Dort konnte ich nicht nur Verbindungen suchen, sondern auch direkt digitale Tickets kaufen. Alternativ gibt es an jeder Haltestelle Automaten, die auf Deutsch und Englisch bedienbar sind. Einzelfahrscheine, Tageskarten oder das praktische „24-StundenTicket“ – die Auswahl ist groß.
Ich entschied mich für das Ticket2000 für mehrere Tage – damit kann man nicht nur beliebig oft fahren, sondern sogar abends und am Wochenende eine weitere Person mitnehmen. Wer nur einen Tag bleibt, ist mit der Tageskarte gut beraten. Tipp: Mit der DüsseldorfCard bekommt man zusätzlich Ermäßigungen in Museen und Sehenswürdigkeiten – perfekt für Kulturfans wie mich.
Zu Fuß durch die Stadt – Überraschend kompakt
Düsseldorf ist erstaunlich fußgängerfreundlich. Besonders die Innenstadt lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden. Ich spazierte oft einfach los – entlang des Rheins, durch die Altstadt oder auf der Königsallee. Alles ist gut ausgeschildert, die Gehwege sind breit, sicher und angenehm.
Mein Highlight war ein Morgenspaziergang vom Hauptbahnhof bis zur Rheinuferpromenade – etwa 20 Minuten, vorbei an Geschäften, Cafés und historischen Gebäuden. Wer gerne läuft, wird Düsseldorf lieben. Und mit gutem Schuhwerk braucht man kaum den Bus.

Fahrrad & E-Scooter – Moderne Mobilität erleben
Wer es noch sportlicher mag oder einfach flexibel unterwegs sein möchte, dem kann ich das Fahrrad- und E-Scooter-Angebot empfehlen. Ich habe mir an einem sonnigen Tag ein Fahrrad bei Nextbike ausgeliehen – per App in zwei Minuten erledigt. Für rund 1 Euro pro 15 Minuten konnte ich bequem von der Altstadt zum Nordpark fahren.
Auch E-Scooter von Anbietern wie Tier, Voi oder Lime stehen an fast jeder Ecke. Besonders praktisch, wenn man kurze Strecken schnell zurücklegen will. Aber Achtung: In Fußgängerzonen oder auf der Rheinuferpromenade sind die Roller oft nicht erlaubt – Schilder beachten!
Carsharing & Taxis – Für maximale Flexibilität
Ich habe mir auch das Carsharing-Angebot angeschaut – besonders Share Now und Miles sind in Düsseldorf aktiv. Wer über eine App registriert ist, kann spontan ein Auto mieten und flexibel durch die Stadt oder ins Umland fahren. Ich nutzte es für einen Abstecher nach Kaiserswerth – ein hübscher Stadtteil mit Barock-Flair und Rheinblick.
Taxis stehen an zentralen Punkten wie dem Hauptbahnhof oder der Königsallee bereit. Die Preise sind typisch für deutsche Großstädte. Für kürzere Strecken lohnt sich der ÖPNV meist mehr, aber nachts oder bei schlechtem Wetter ist das Taxi eine bequeme Alternative.
Barrierefreiheit und Familienfreundlichkeit – Düsseldorf denkt mit
Ich reise oft mit meiner Familie oder begleite Freunde mit kleinen Kindern – da wird Mobilität schnell zur Herausforderung, wenn die Infrastruktur nicht mitspielt. In Düsseldorf jedoch hatte ich von Anfang an das Gefühl: Hier hat man an alle gedacht. Die Stadt ist in puncto Barrierefreiheit wirklich vorbildlich. Viele U-Bahn- und Straßenbahnhaltestellen sind stufenlos zugänglich. Oft gibt es breite Rampen, Aufzüge und gut sichtbare Leitsysteme für sehbehinderte Menschen. Besonders beeindruckt war ich von den akustischen Ansagen in den Fahrzeugen, die nicht nur die nächste Station ankündigen, sondern auch Umsteigemöglichkeiten und Hinweise für mobilitätseingeschränkte Personen liefern.
Ein weiterer Pluspunkt: Die abgesenkten Bordsteine an Fußgängerüberwegen machen das Schieben von Kinderwagen oder Rollstühlen angenehm leicht. Und auch wenn man mit Gepäck unterwegs ist, wie ich es bei dieser Reise war, spürt man, dass die Wege in der Innenstadt gut durchdacht und komfortabel gestaltet wurden.
In öffentlichen Einrichtungen wie Museen, Bahnhöfen und Einkaufszentren sind barrierefreie Toiletten fast überall vorhanden – und das in einem gepflegten Zustand. Ein besonders schöner Moment war für mich, als ich in einem Park am Rheinufer eine Mutter mit Zwillingskinderwagen und einen älteren Herrn im Rollstuhl gleichzeitig auf dem Rad- und Fußweg sah – beide ohne Stress, ohne Hindernisse, einfach mittendrin. Diese Szenen zeigen, dass Inklusion in Düsseldorf nicht nur ein Konzept ist, sondern gelebte Realität.
Auch bei den alternativen Mobilitätslösungen zeigt Düsseldorf Weitblick. An vielen Verleihstationen stehen mittlerweile Fahrräder mit Kindersitz oder sogar Lastenräder bereit – ideal für Familien, die die Stadt aktiv erkunden möchten. Ich habe selbst ein Lastenrad getestet, um mit meinem Neffen durch den Hofgarten zu radeln – ein unvergessliches Erlebnis für uns beide!
Düsseldorf – Eine Stadt der kurzen Wege und cleveren Lösungen
Was Düsseldorf für mich besonders angenehm machte, war die kompakte Struktur der Stadt. Viele Sehenswürdigkeiten, Shoppingmeilen und Restaurants liegen in fußläufiger Entfernung zueinander. Das spart nicht nur Zeit, sondern macht auch Lust darauf, die Stadt zu Fuß zu entdecken – ein echter Vorteil für alle, die sich nicht ständig auf Fahrpläne verlassen wollen.
Zudem bietet der öffentliche Nahverkehr – ob U-Bahn, Straßenbahn oder Bus – eine lückenlose Verbindung zwischen den Stadtteilen. Ich hatte nie das Gefühl, lange warten oder umständlich umsteigen zu müssen. Die Beschilderung ist klar, die App der Rheinbahn funktioniert zuverlässig, und selbst als Ortsfremder fühlte ich mich jederzeit gut informiert und sicher.
Ob du also mit dem Zug, dem Flugzeug oder dem eigenen Auto nach Düsseldorf reist – die Weiterreise und Mobilität vor Ort sind einfach, effizient und durchdacht. Ich persönlich war nicht nur stressfrei unterwegs, sondern hatte stets das Gefühl, Teil der Stadt zu sein – nicht bloß Gast, sondern Mitspieler im städtischen Rhythmus.
Wenn du planst, Düsseldorf zu besuchen: Lass dich nicht von Sorgen über die Orientierung oder Verkehrsmittel aufhalten. Diese Stadt macht es dir leicht, sie zu erkunden – und das auf eine Art, die zu deinem Tempo und deinen Bedürfnissen passt. Ganz gleich, ob du allein, mit Kindern, mit Gepäck oder mit besonderen Anforderungen unterwegs bist: Düsseldorf heißt dich willkommen – mobil, inklusiv und modern.